CuRA – Customized Register Assignment

Modbus-Register flexibel, individuell und projektspezifisch definieren

In der Gebäudeautomation zählt nicht nur Präzision – sondern auch Effizienz.
Wer täglich mit GLT-Systemen, DDC-Controllern oder Integrationsprojekten arbeitet, weiß: Standardisierte Registertabellen sind wichtig, aber nicht immer optimal.

Mit CuRA (Customized Register Assignment) haben wir eine Funktion entwickelt, die es so in dieser Form bisher nur bei S+S gibt: Die individuelle, projektspezifische Definition von Modbus-Registern für jeden einzelnen Datenpunkt – flexibel, projektspezifisch und vollständig kompatibel mit bestehenden Systemarchitekturen.

Es ist kein „nice to have“.
CuRA ist das Ergebnis unserer konsequenten Entwicklungsarbeit – aus der Praxis für die Praxis.

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Warum wir CuRA entwickelt haben

In unzähligen Gesprächen mit Systemintegratoren, Planern und GLT-Verantwortlichen hören wir immer wieder:

„Das Gerät passt – aber die Registerstruktur nicht.“

Standardisierte Modbus-Tabellen sind sinnvoll. Aber Projekte sind nicht immer standardisiert. Gerade in Bestandsgebäuden oder bei großen GLT-Systemen existieren feste Adresslogiken:

  • Definierte 3xxxx- und 4xxxx-Bereiche
  • Historisch gewachsene Registerpläne
  • Vorgaben internationaler GLT-Hersteller
  • Interne Integrationsstandards großer Projektentwickler

Und jedes Mal bedeutete das bislang:

  • Aufwändiges Mapping
  • Zusätzliche Dokumentation
  • Anpassung der GLT
  • Zeitverlust bei der Inbetriebnahme

Als Entwicklungsabteilung bei S+S haben wir uns gefragt:

Warum muss sich das Projekt an das Gerät anpassen – und nicht umgekehrt?

Genau aus dieser Kundensicht heraus ist CuRA entstanden.

  • Was bedeutet CuRA konkret?

    In klassischen Modbus-Strukturen sind Registeradressen fest definiert. Das bedeutet:

    • Jede Temperatur hat eine vorgegebene Adresse
    • Jeder Sollwert ist fest verankert
    • Jede Lüfterstufe folgt der Standardstruktur

    Das funktioniert – solange das übergeordnete System exakt so aufgebaut ist. In der Praxis sieht es jedoch oft anders aus:

    • Bestehende GLT-Strukturen mit historisch gewachsenen Registerplänen
    • Standardisierte Integrationsvorgaben großer Gebäudeleittechnik-Hersteller
    • Projektvorgaben mit festen Adressbereichen
    • Retrofit-Situationen, in denen bestehende Strukturen beibehalten werden müssen

    Genau hier kommt CuRA ins Spiel.

  • Was CuRA einzigartig macht

    Mit CuRA lassen sich die Modbus-Register eines RYMASKON®-Geräts individuell zuweisen. Jeder relevante Datenpunkt kann flexibel einem gewünschten Registerbereich zugeordnet werden.

    Beispiele:

    • Raumtemperatur → frei definierbare Holding-Adresse
    • Sollwert → individuell verschiebbar
    • Lüfterstufe → projektspezifisch integrierbar
    • Präsenzstatus → an bestehende BMS-Struktur anpassbar
    • CO2-, VOC- oder Feuchtewerte → strukturgleich zu vorhandenen Sensoren

    Dadurch wird das Gerät nicht nur integriert – es passt sich vollständig an das Projekt an.

Technischer Hintergrund

Unsere RYMASKON® 1000 Geräte unterstützen:

  • Modbus RTU (RS-485)
  • W-Modbus (Wireless)
  • Umfangreiche Daten- und Konfigurationsregister
  • Holding-, Input- und Coil-Register
  • Schreib- und Lesefunktionen über GLT

Die Geräte verfügen über eine strukturierte Registertabelle, welche alle verfügbaren Datenpunkte definiert. Mit CuRA wird diese Standardstruktur projektspezifisch angepasst – ohne die interne Logik des Geräts zu verändern.
Die Funktion ist als zentrales Feature in der Produktbeschreibung verankert

Beispiel aus der Praxis

Ein Systemintegrator arbeitet mit einer GLT, die folgende Struktur vorgibt:

  • 30000er Bereich → Istwerte
  • 31000er Bereich → Sollwerte
  • 32000er Bereich → Statusmeldungen

Standardmäßig liegen Modbus-Geräte oft in einem gemischten Bereich.

Ohne unser Feature bedeutet das:

  • Anpassung der GLT
  • Sonderprogrammierung
  • erhöhte Inbetriebnahmezeit

Mit CuRA können wir die Bereiche einfach nach unseren Bedürfnissen anpassen:

  • Temperatur Istwert → 30001
  • Sollwert → 31001
  • Lüfterstatus → 32001

Ergebnis:
✔ Keine GLT-Anpassung
✔ Schnellere Inbetriebnahme
✔ Reduzierter Dokumentationsaufwand
✔ Projekttermine eingehalten

CuRA + W-Modbus – maximale Flexibilität

Besonders spannend wird CuRA in Kombination mit unserem W-Modbus-System. Denn:

  • Funknetz bleibt standardisiert
  • Das Gateway übernimmt die Kommunikation und Systemintegration
  • Registerstruktur bleibt vollständig anpassbar

Gerade bei hybriden Netzen (RTU + W-Modbus) wird deutlich, wie wichtig eine durchdachte Systemarchitektur ist, um maximale Flexibilität zu gewährleisten.

Wie wird CuRA konfiguriert?

Die Konfiguration kann erfolgen über:

  • Konfigurationssoftware (S+S Configuration Tool)
  • Modbus-Register
  • projektspezifische Parametrierung

Wichtig:
Die Registeranpassung erfolgt strukturiert und dokumentiert – für eine saubere Übergabe an Planer und Integrator.

Fazit: Warum CuRA typisch S+S ist

CuRA steht für:

✔ maximale Integrationsfreiheit
✔ reduzierte Projektlaufzeiten
✔ perfekte GLT-Anpassung
✔ saubere Retrofit-Integration
✔ professionelle Systemarchitektur

Mit CuRA machen wir aus einem standardisierten Modbus-Gerät eine individuelle Lösung – ohne Sonderentwicklung.

Und damit exemplarisch für unseren Anspruch:

Wir entwickeln keine Produkte, die nur funktionieren.
Wir entwickeln Lösungen, die Projekte vereinfachen.

Und genau deshalb vertrauen Systemintegratoren, Planer und GLT-Hersteller seit mehr als 25 Jahren auf S+S Regeltechnik.

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