Feuchtesensoren für Schwimmbad und Wellnessbereich

Welche besonderen Anforderungen hohe Luftfeuchtigkeit, Kondensatbildung und aggressive Umgebungsbedingungen an moderne Sensorik stellen, haben wir bereits in unserem vorherigen Beitrag beschrieben. Dabei wurde deutlich, wie stark äußere Einflüsse die Messstabilität und Lebensdauer von Sensoren beeinträchtigen können.

Ein besonders anspruchsvoller Anwendungsbereich sind Schwimmbäder und vergleichbare Umgebungen. Hier wirken neben dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit zusätzlich chemische Belastungen direkt auf die eingesetzte Sensorik ein.

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Anwendung in Schwimmbad & Wellnessbereich

In Schwimmbädern und Wellnessbereichen herrschen anspruchsvolle Bedingungen für Feuchte- und Temperaturfühler. Neben dauerhaft hoher Luftfeuchte wirken auch warme Raumluft, Chlorverbindungen und feuchte Aerosole auf die eingesetzte Sensorik ein. Besonders in Schwimmhallen, Umkleidebereichen, Technikräumen oder Luftkanälen kann diese Belastung die Langzeitstabilität klassischer Feuchtesensoren beeinträchtigen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Schwimmhallen und Hallenbäder
  • Wellness- und Spa-Bereiche
  • Umkleide- und Duschbereiche
  • Technikräume mit feuchter oder belasteter Luft
  • Zu- und Abluftkanäle von RLT-Anlagen

Für Betreiber bedeutet das: Die Feuchtemessung muss nicht nur hohe relative Luftfeuchte erfassen, sondern auch unter chemisch belasteten Umgebungsbedingungen zuverlässig arbeiten. Nur so lassen sich Lüftung, Entfeuchtung und Raumklima dauerhaft stabil regeln.

Warum klassische Feuchtefühler im Schwimmbad an Grenzen stoßen

Klassische Feuchtefühler sind häufig nicht für dauerhaft belastete Umgebungsluft ausgelegt. In Schwimmbädern kommen mehrere Einflussfaktoren zusammen: hohe Luftfeuchte, warme Luft, Chlorverbindungen, Aerosole und Ablagerungen aus der Umgebungsluft.

Diese Belastungen können sich mit der Zeit auf dem Sensorelement niederschlagen oder die Sensorschicht beeinflussen. Die Folge sind häufig schleichende Veränderungen: Messwerte reagieren träger, weichen stärker ab oder sind nicht mehr eindeutig reproduzierbar.

Gerade in der Raumklimaregelung ist das kritisch. Wenn die Feuchtewerte nicht mehr belastbar sind, kann die GLT oder DDC die Entfeuchtung, Lüftung oder Wärmerückgewinnung nicht mehr optimal führen. Das kann zu unnötigem Energieeinsatz, instabilen Raumzuständen oder erhöhtem Wartungsaufwand führen.

Typische Herausforderungen: Chlor, Aerosole und hohe Luftfeuchte

Die kritischsten Bedingungen entstehen im Schwimmbad nicht durch Feuchte allein, sondern durch die Kombination aus Feuchte und chemischer Belastung.

Typische Einflussfaktoren sind:

  • Chlorbelastung: Chlorhaltige Bestandteile in der Luft können die Sensorik langfristig belasten.
  • Aerosole: Feine Wassertröpfchen und Luftbestandteile können sich an Oberflächen ablagern.
  • Warme, feuchte Luft: Hohe relative Feuchte und erhöhte Temperaturen beschleunigen Belastungsprozesse.
  • Luftführung: Zu- und Abluft, Umluftsysteme und Entfeuchtung beeinflussen die lokale Feuchteverteilung.
  • Reinigung und Sprühnebel: Reinigungsprozesse oder nasse Oberflächen können lokale Feuchtespitzen verursachen.

AFTF-45 und KFTF-45 setzen genau hier an: Die PTFE-geschützte Sensorik reduziert den direkten Einfluss belastender Umgebungsluft auf das Sensorelement und unterstützt dadurch stabilere Messwerte über längere Zeiträume.

Welche Messgrößen sind im Schwimmbad relevant?

Für die Regelung von Schwimmbad- und Wellnessbereichen sind Feuchte und Temperatur zentrale Messgrößen. Besonders wichtig ist ihr Zusammenspiel: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, bei Abkühlung steigt die relative Feuchte schnell an und Kondensationsrisiken nehmen zu.

Wichtige Messgrößen sind:

  • relative Feuchte – zentrale Regelgröße für Raumklima und Entfeuchtung
  • Temperatur – beeinflusst Komfort, Feuchteverhalten und Regelstrategie
  • Taupunkt – hilft bei der Bewertung von Kondensationsrisiken
  • absolute Feuchte – zeigt den tatsächlichen Wassergehalt der Luft
  • Mischungsverhältnis – unterstützt die Beurteilung von Lüftungs- und Entfeuchtungsprozessen

AFTF-45 und KFTF-45 erfassen Feuchte und Temperatur und können zusätzliche berechnete Kenngrößen für GLT, DDC, SPS oder RLT-Anlagen bereitstellen.

AFTF-45 oder KFTF-45 – welche Bauform passt?

Für Schwimmbäder und Wellnessbereiche kommen je nach Anlage sowohl Aufputzfühler als auch Kanalfühler infrage. Entscheidend ist, wo der Messwert für Regelung oder Überwachung benötigt wird.

AFTF-45 als Aufputzfühler

  • Wandmontage in Schwimmhallen, Wellnessbereichen oder Technikräumen
  • direkte Messung der Raumluft
  • geeignet für Bereiche mit feuchter und belasteter Umgebungsluft

Der AFTF-45 eignet sich, wenn Feuchte und Temperatur direkt im Raum erfasst werden sollen – zum Beispiel in Schwimmhallen, Duschbereichen, Umkleiden oder angrenzenden Technikbereichen.

KFTF-45 als Kanalfühler

  • Einbau in Lüftungs- und Klimakanäle
  • Messung in Zu- oder Abluftstrecken
  • geeignet für RLT-Anlagen, Umluftsysteme und zentrale Entfeuchtung

Der KFTF-45 ist sinnvoll, wenn Feuchte und Temperatur in der Luftführung gemessen werden sollen, etwa zur Regelung von Abluft, Zuluft, Entfeuchtung oder Wärmerückgewinnung.

In größeren Schwimmbadanlagen kann eine Kombination sinnvoll sein: Der Raumfühler zeigt die Bedingungen im Aufenthaltsbereich. Der Kanalfühler zeigt, welche Luft abgeführt, aufbereitet oder wieder eingebracht wird.

Abgrenzung: AFTF-35 vs. AFTF-45

AFTF-35 und KFTF-35 sind die passende Wahl, wenn Hochfeuchte und Kondensationsrisiko im Vordergrund stehen.

AFTF-45 und KFTF-45 sind sinnvoll, wenn zusätzlich chemische oder partikuläre Belastungen auftreten – zum Beispiel durch Chlor, Aerosole, Reinigungsrückstände oder belastete Umgebungsluft.

Als einfache Entscheidungshilfe:

  • Kondensation und Feuchtedynamik sind das Hauptproblem: Serie 35
  • Chlor, Aerosole oder belastete Luft sind das Hauptproblem: Serie 45
Hier gehts zu unserem Blogbeitrag für Hochfeuchte Anwendungen (AFTF-35 / KFTF-35)

Jetzt passende Feuchtesensoren für Schwimmbad & Wellness auswählen

In Schwimmbädern und Wellnessbereichen stellen hohe Luftfeuchte, warme Raumluft, Chlorbelastung und Aerosole besondere Anforderungen an die Sensorik. AFTF-45 und KFTF-45 sind für raue Umgebungsbedingungen ausgelegt und unterstützen eine stabile Feuchte- und Temperaturmessung in belasteter Umgebungsluft.

Für Sie bedeutet das:

  • zuverlässigere Messwerte in anspruchsvollen Schwimmbadumgebungen
  • bessere Grundlage für Lüftung, Entfeuchtung und Klimaregelung
  • geringerer Wartungs- und Austauschaufwand
  • einfache Einbindung in GLT, DDC, SPS oder RLT-Anlagen
  • passende Bauformen für Raum- und Kanalmessung

Je nach Einbausituation wählen Sie die passende Variante: AFTF-45 für die direkte Raumluftmessung oder KFTF-45 für den Einbau in Lüftungs- und Klimakanäle.

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